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Nachrichten und Danke aus dem Südsudan

Br. Erich Fischnaller hat sich mit einem Brief an uns gewendet, um von der aktuellen Lage im Südsudan zu berichten, aber vor allem, um allen Spendern ein herzliches Vergelt's Gott zu sagen. Wir haben heute 12.000 Euro an ihn überweisen können.

Liebe Freunde und Wohltäter, liebe Vinzentiner!

Nachrichten berichten gerade vermehrt über die Hungerkatastrophe im Südsudan, über den Bürgerkrieg und das große Leid der Bevölkerung.

Diesmal ist auch Lomin und Umgebung davon betroffen. Der Krieg ist nun sogar bis dorthin gekommen. Leider.

Hunger ist eine Folge dieses Krieges. Die Menschen konnten schon letztes Jahr ihre Felder nicht bestellen, da immer wieder Soldaten oder Rebellen unterwegs waren und man nie sicher war, was mit einem geschieht, ob man heil wieder nach Hause zurückkehrt. Zu dieser Zeit verließen schon viele Menschen die Region und sind in die Flüchtlingslager im Norden von Uganda gezogen. Nachdem die Sicherheitslage immer prekärer wurde, wollte auch die restliche Bevölkerung nicht mehr bleiben. So habe ich vielen Familien mit meinen Lkws geholfen sich und wenigstens ein paar ihrer Sachen über die Grenze zu bringen.

Leider ist die Situation in den Lagern auch nicht so gut, da viel zu viele Menschen dort auf engstem Raum leben müssen und es von allem, Lebensmittel, Wasser, Medikamente, etc. zu wenig für alle gibt.

Ich kaufe Lebensmittel und Medikamente Lkw-weise ein und versorge damit die Menschen sowohl in den Lagern in Moyo/Uganda, wo viele der Arbeiter aus den Werkstätten mit ihren Familien leben, wie auch im Südsudan. Dort gibt es im Rebellengebiet in ca. 25 km Entfernung von Lomin noch ein Lager von ca. 28.000 Menschen, für die ich versuche vor allem Lebensmittel und Medikamente über die Grenze zu bringen.

Hier ein großes DANKE für Ihre Spende, für Ihre finanzielle Unterstützung, denn dafür verwende ich das Geld im Moment. Es ist eine unendlich große Hilfe für all diese Menschen in ihrer großen Not, um wenigstens etwas zu essen zu bekommen.
Da ich selber gerade auch nicht in Lomin bleiben kann, wurden die Missionsstation und das Gästehaus überfallen und geplündert. In den Werkstätten ist Gott sei Dank nicht viel passiert. Das Tragische an der Sache ist, dass der Grund für diese Plünderungen Hunger ist. Die Soldaten bekommen keinen Lohn, haben auch nichts zu essen, plündern und verkaufen die Sachen. Wenn sie Glück haben finden sie etwas zu essen.

Wir wissen alle nicht wie es weitergeht.

Wir beten und hoffen, dass endlich wirklich Frieden unter die verfeindeten Parteien einkehrt und somit die Bevölkerung wieder zurückkehren kann und wir wieder unsere Arbeit aufnehmen können. Ein afrikanisches Sprichwort lautet: Wenn Elefanten streiten leidet das Gras. So ist es, die Bevölkerung leidet immens.
Ein von ganzem Herzen kommendes Vergelt’s Gott für Ihre Hilfe, für Ihre Spende im Namen der Menschen hier in den verschiedensten Lagern und Notsituationen. Sie hilft wirklich dort, wo es nötig ist.

Viele Grüße, Erich
Moyo, April 2017



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